Darum geht es in dem Buch

Wir leben in einer Welt der schnellen Urteile. Meinungen sind überall, Verstehen ist selten. Dieses Buch stellt sich bewusst gegen diese Oberflächlichkeit, geht in die Tiefe und ist konsequent aus einer humanistischen und naturalistischen Perspektive geschrieben. 

Humanismus wird oft als nettes Wohlfühl-Ideal vermarktet, mit dem sich jeder leicht identifiziert. In Wahrheit ist Humanismus eine radikale Herausforderung. Er ist keine warme Decke, sondern ein intellektuelles Ringen, das einen zwingt, über Grenzen hinauszudenken. Dieses Buch ist kein Buch über den Humanismus und bietet keine Antworten zum Abnicken. Es schenkt etwas Wertvolleres: Werkzeuge zum Denken. Die Konfrontation mit unbequemen Fragen ist dabei gewollt, um Selbstgewissheiten zu erschüttern.

Die Essays führen durch sehr unterschiedliche Themen – von Wissenschaft und Ethik über Religion, Freiheit und Macht bis hin zu politischen und gesellschaftlichen Ordnungen.

Die besondere Kraft dieses Buches liegt in der Kunst, wie Wissen zusammengeführt wird. Die Gedanken und Argumente bleiben dabei nie im jeweiligen Fach stehen, sondern verbinden verschiedene wissenschaftliche Disziplinen. Philosophische Begriffe treffen auf psychologische Einsichten, wissenschaftliche Erkenntnisse auf politische Realität, ethische Fragen auf institutionelle Bedingungen. Nicht nebeneinander, sondern miteinander.

Zur Person

Der Autor engagiert sich seit vielen Jahren für evolutionären Humanismus und Wissenschaftsvermittlung. Er ist Gründungsmitglied und langjähriger Vorstand der Säkularen Humanisten – gbs Rhein-Neckar sowie Vorstand des Evolutionswegvereins, der sich für die Vermittlung der Evolutionstheorie im öffentlichen Raum einsetzt. Zudem ist er Vorstandsmitglied bei den Humanisten Baden-Württemberg K.d.ö.R. Von Beruf ist er Bankbetriebswirt und systemischer Anwendungstrainer. 

Das Buch ist bei allen Buch- und Onlinehändlern erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Teil I: Vernunft ohne Aufpasser

Über Denken, Wissenschaft und die Zumutung, selbst zu urteilen

 

Über Autorenschaft, Stil und Werkzeuge, die zu gut werden

Ein Essay, das zugleich auch ein ehrliches Vorwort ist

 

Me too – Wissenschaft

Wie Begriffe missbraucht und Erkenntnisse enteignet werden

 

Popper ist nicht menschlich – und Wason erklärt warum

Über Lampen, die mehr beweisen, als dir lieb ist – und den Weg vom Labor in das wirkliche Leben weisen

 

Wie drei Rasiermesser unser Denken schärfen  

Ein Dreisatz hilft, die Lösung zu finden - und warum Altruismus meistens gut, aber immer ein Feigenblatt ist 

 

Die überragende Bedeutung der Evolutionstheorie für das Weltverständnis des Menschen

Warum „Theorie“ in der Wissenschaft kein Zweifel ist

 

Homöopathie – die Geburt einer Religion

Warum Bildung nicht vor Aberglauben schützt

 

Das Denken entgrenzen

Über die Bedingungen dessen, was wir für freiwillig halten – von Rätseln, Kopftüchern und vielem mehr

 

Die Philosophie ist tot – es lebe die Philosophie

Warum sich Philosophie erneuern muss, wenn sie noch etwas zu sagen haben will

 

Teil II: Ethik ohne Entlastung

Verantwortung, Schuld und ethische Klarheit in einer säkularen Welt

 

„Gut“ und „Böse“ – Über ethische Klarheit ohne Metaphysik

Warum die Unterscheidung weniger an Komplexität scheitert als an Bequemlichkeit

 

Euthanasie, Bewusstsein und die Grenzen ethischer Rechtfertigung

Schwangerschaftsabbruch, Behinderung, Tiervergleiche, Sterbehilfe …

 

Moralisches Selbstbild und moralische Bequemlichkeit

Kognitive Dissonanz, sozialpsychologische Evidenz und die Entlastungsfunktion moderner Relativismen

 

Gott als moralische Abkürzung 

Über Autorität, Denkökonomie, Missbrauchspotenzial und die Grenzen religiöser Moral in einer komplexen Welt

 

Speziesismus – warum die Grenze zwischen Mensch und Tier moralisch nicht trägt

Über Fleischkonsum, ethische Entwicklung und warum Reflexion weiterführt als Konfrontation

 

Teil III: Religion, Macht und Entzauberung

Glaube als psychische Funktion, politische Struktur und kulturelle Macht

 

Gottesglaube, Religion und Macht – Eine kritische Betrachtung

Über psychische Bedürfnisse, soziale Loyalität und patriarchale Ordnung

 

Atheismus als Voraussetzung eines selbstbewussten Humanismus

Eine direkte Rede an diejenigen, die Atheisten Moral absprechen

 

Atheismus, Religion, Identität und Macht

Über Vernunft, emotionale Tragfähigkeit und zivilisatorische Entwicklung

 

Aufklärung als Friedensprojekt

Warum Sinnsysteme töten und Vernunft befriedet

 

Der Islam als Antiphilosophie

Warum der Islam nicht zu Deutschland und nicht zu Europa gehört, Menschen muslimischen Glaubens aber sehr wohl

 

Darf man darüber lachen?

Humor, Macht und die liberale Pflicht zur Respektlosigkeit

 

Teil IV: Freiheit unter realen Bedingungen

Determinismus, Verantwortung und die Grenzen des autonomen Subjekts

 

Der determinierte Mensch

Über Hirnchemie, Freiheit, Verantwortung und die technische Zukunft

 

Suchtverhalten als fehlgeleitete Demonstration von Stärke

Über die Verkehrung von Stärke und Schwäche

 

In welcher Gesellschaft will ich leben?

Über Technikklage, Fortschrittsangst und die Verweigerung der Zukunft

 

Teil V: Liberalismus nach der Unschuld

Gemeinwohl, Institutionen und die Verteidigung offener Gesellschaften

 

Humanismus – Würde, Freiheit und Ausgleich

Gegen die Beliebigkeit eines großen Begriffs

 

Die naturalistische Erweiterung des Liberalismus

Gemeinwohl, menschliche Bedürfnisse und die moderne Rekonstruktion des Telos – und warum Wokeness keine Lösung, sondern ein Problem ist

 

Zwischen Gemeinschaft und Freiheit und dem Irrweg der „Linken“

Kommunitarismus, linke Selbstverunsicherung und die Verteidigung des liberalen Humanismus

 

Warum die politische Mitte kein fauler Kompromiss ist

Über Freiheit, Streit – und warum Extreme aus dem gemeinsamen Raum herausfallen

 

Teil VI: Ordnung, Gerechtigkeit und kollektives Scheitern

Warum gute Absichten nicht reichen – und was Institutionen leisten müssen

 

Utilitarismus modern gedacht

Über Ziele, Schranken, Stabilität – und was Nash und Pareto dazu beitragen können

 

Machiavelli würde daneben schießen

Was ein Duell mit drei Schützen über Macht, Auswahl, strategische Schwäche – und die Logik der Demokratie verrät

 

Wenn Popper und Taleb das NASA-Spiel spielen

Wenn eine geniale Idee wieder einmal verwässert wird – warum der Team-Mythos nicht hält, was er verspricht

 

Wie rationale Menschen kollektiv scheitern – und was Institutionen leisten müssen

Wissenschaft und Religion – zwei Antworten auf ein menschliches Dilemma

 

„Halt du sie dumm, ich halt sie arm“

Über alte Allianzen und ihre strukturellen Nachfolger

 

Das Präventionsparadox der Demokratie

Wohlstand, Konsens und die Erosion demokratischer Wehrhaftigkeit – warum demokratische Systeme systematisch zu spät handeln

 

Teil VII: Freiheit, Zufall und Macht

Ungleichheit jenseits von Neid und Moralismus

 

Erfolg, Zufall und Fairness

Warum höhere Beiträge der Glücksbegünstigten keine Strafe sind, sondern ein Prinzip freier Gesellschaften

 

Freiheit unter Druck

Warum große Vermögenskonzentrationen ein liberales Problem sind – und nicht nur ein Verteilungsproblem

 

Abschluss

Vom alten weißen Mann – und warum wir ihn neu denken müssen

Über Vernunft, Verantwortung und die Verwechslung von Identität und Wahrheit

 

Danksagung

Glossar

Literaturverzeichnis

Weitere Artikel und Essays beim Humanistischen Pressedienst.

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